Forschung am IOM

Forschungsgroßgeräte am IOM

Die Forschungsinfrastruktur des IOM bildet die Grundlage für exzellente und interdisziplinäre Forschung. Sie ermöglicht die detaillierte Untersuchung sowie gezielte Modifizierung von Oberflächen und Grenzflächen unter exakt kontrollierten und hochspezialisierten Bedingungen. 

Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft verfolgt das IOM einen strategischen Ansatz beim Aufbau und Betrieb seiner Forschungsinfrastrukturen. Dieser orientiert sich an zentralen Leitlinien, wie der nachhaltigen Nutzung leistungsfähiger Anlagen, die Integration in datengetriebene Forschungsansätze und Förderung von kooperativer Exzellenz und standortübergreifender Vernetzung. 

In diesem Kontext leisten die wissenschaftlichen Großgeräte des IOM einen wesentlichen Beitrag zur nationalen und internationalen Forschungslandschaft. Sie stehen gezielt für die Zusammenarbeit mit externen Partnern offen und stärken somit die Sichtbarkeit des Instituts sowie den Wissenschaftsstandort Deutschland. 

Hertz-Elektronenstrahllabor

Materialmodifizierung und Spektroskopie mit hochenergetischen Elektronen 

Das Hertz-Elektronenstrahllabor ist eine deutschlandweit einzigartige Infrastruktur für Grundlagenforschung und industrienahe Anwendungen mit hochenergetischen Elektronen (bis 10 MeV). 

Zwei Elektronenbeschleuniger ermöglichen die zeitaufgelöste Untersuchungen von Kinetik und Dynamik elektroneninduzierter Prozesse und die gezielte Modifizierung von Materialeigenschaften (z. B. Polymere, Halbleiter, Diamanten, Hybridmaterialien). 

Ergänzt wird die Infrastruktur durch flexible Bestrahlungsszenarien (inkl. Hoch- und Tieftemperaturbedingungen), Niederenergiebeschleuniger sowie spezialisierte Analysemethoden wie Pulsradiolyse, Laserphotolyse und PEEM. 

Das Labor unterstützt Forschungsprojekte am IOM sowie Kooperationen mit Wissenschaft und Industrie.  


Leipziger nanoAnalytikum (LenA)

Wissenschaftliche Plattform für atomare Materialanalyse 

Das LenA ermöglicht die nanoskalige Analyse von Materialien und Oberflächen – eine zentrale Voraussetzung für die Entwicklung innovativer Funktionseigenschaften. 

Im Zentrum steht ein analytisches aberrationskorrigiertes Transmissionselektronenmikroskop (TEM), ergänzt durch spezialisierte Präparationsmethoden für ultradünne Proben (<100 nm). 

Forschungsschwerpunkte sind die Aufklärung der atomaren Struktur nanoskaliger Materialien und die Untersuchung dynamischer Prozesse mittels In-situ-TEM. 

Durch seine interdisziplinäre Ausrichtung ist das LenA zudem in nationale und internationale Forschungsprojekte eingebunden.