
Karriere
NextGenerationLab@IOM – Programm für Forschende mit Ambition
Das NextGenerationLab@IOM ist ein Entwicklungsraum für die nächste Generation eigenständiger Forschung am IOM. Das Programm richtet sich an herausragende Nachwuchswissenschaftler*innen auf der Karrierestufe der Habilitation oder Nachwuchsgruppenleitung, die einen strukturierten Rahmen für eigenständige, risikoreiche und profilbildende Forschung suchen – mit verlässlicher Finanzierung, Zugang zu leistungsfähiger Forschungsinfrastruktur und klaren Entwicklungsperspektiven.
Das NextGenerationLab schafft wissenschaftliche Freiräume, in denen neue Themen entwickelt, unkonventionelle Ansätze erprobt und zukunftsweisende Forschungsprofile aufgebaut werden können. Gleichzeitig ist es eng an das wissenschaftliche Profil des IOM angebunden und trägt damit zur kontinuierlichen inhaltlichen Weiterentwicklung des Instituts bei. Für Forschende bedeutet dies: Eigenständigkeit mit institutioneller Rückendeckung, Sichtbarkeit im internationalen Forschungsraum und eine belastbare Perspektive für die weitere wissenschaftliche Laufbahn.


Ausrichtung des NextGenerationLab
Die Nachwuchsgruppen im NextGenerationLab arbeiten an grundlegenden und anwendungsnahen Fragen der Oberflächenforschung, die das Profil des IOM prägen. Der Fokus liegt auf:
innovativen funktionalen Oberflächen,
Methoden zu deren Herstellung und gezielten Modifizierung sowie
experimentellen und theoretischen Ansätzen zur Charakterisierung von Struktur und Funktion.
Die Gruppenleitungen arbeiten wissenschaftlich eigenständig und sind zugleich eng in das Institut eingebunden. Sie definieren ihre Forschungsthemen selbst, bauen eine eigene Nachwuchsgruppe auf und positionieren sich mit innovativen Ansätzen im nationalen und internationalen Forschungsraum.
Das Programm schafft gezielt Freiräume für Projekte mit hohem Innovations- und Risikopotenzial, die in klassischen Förderformaten häufig schwer umsetzbar sind. Gleichzeitig sind die Themen an das Profil des IOM angebunden und eröffnen Anschlussmöglichkeiten an bestehende Forschungsbereiche und Querschnittseinheiten – fachlich, methodisch und perspektivisch.
Ressourcen, Einbindung und Unterstützung
Jede NextGenerationLab-Gruppe wird für sechs Jahre aus der institutionellen Förderung finanziert. Zur Verfügung stehen ein Start-up-Paket von bis zu 100.000 Euro, umfassender Zugang zu Laboren, Großgeräten und Analyseinfrastruktur sowie die Einbindung in die wissenschaftlichen Netzwerke des IOM.
Die Gruppenleitungen werden durch ein strukturiertes Mentoring sowie gezielte Weiterbildungsangebote – etwa in den Bereichen Forschungsmanagement, Personalführung und Wissenschaftskommunikation – auf ihre weitere wissenschaftliche Laufbahn vorbereitet. Sie sind den Leitungen der Forschungsabteilungen gleichgestellt und vollständig in die Gremien, Austauschformate und Entscheidungsprozesse des Instituts eingebunden.
Entwicklungsperspektiven
Das NextGenerationLab ist als Entwicklungsinstrument angelegt. Nach drei Jahren erfolgt eine strukturierte Zwischenbewertung, die der fachlichen Rückmeldung, der Qualitätssicherung und der Perspektivklärung dient.
Bei entsprechender wissenschaftlicher Leistung und geeigneten Rahmenbedingungen kann erfolgreichen Gruppenleitungen nach mindestens fünf Jahren eine Dauerperspektive am Institut eröffnet werden. Damit bietet das Programm eine realistische Brücke von der eigenständigen Nachwuchsgruppe hin zu langfristiger wissenschaftlicher Verantwortung am IOM.
Wer sich bewerben kann
Die Auswahl der NextGenerationLab-Gruppen erfolgt in einem kompetitiven, transparenten Verfahren unter Beteiligung unseres wissenschaftlichen Beirats sowie externer Expert*innen. Forschende mit selbstständig eingeworbenen Nachwuchsgruppenförderungen – etwa im Emmy Noether-Programm, durch einen ERC Starting Grant oder im Rahmen einer BMBF-Förderung – können sich jederzeit für eine Aufnahme in das Programm bewerben. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, weibliche Forschende gezielt auf Führungspositionen vorzubereiten und strukturelle Karrierehemmnisse abzubauen.
Bisherige Nachwuchsgruppen

Intelligente schaltbare Oberflächen
Die Arbeitsgruppe um Dr. Kirill Monakhov forscht an Oberflächen mit dynamisch veränderbaren Eigenschaften. Sie hat sich in den letzten Jahren zu einer international sichtbaren und gut vernetzten Forschungseinheit entwickelt. Ihre Arbeit verbindet wissenschaftliche Ergebnisse, erfolgreiche Drittmitteleinwerbung und eine enge Vernetzung mit regionalen und internationalen Partnern.

Oberflächenmodifizierung mit massenselektierten molekularen Ionen
Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Jonas Warneke erforscht Verfahren zur Herstellung dünner Oberflächenschichten aus ionischen Verbindungen, die massenselektiert aus der Gasphase abgeschieden werden. Nach seinem Ruf an die Universität Leipzig an den Lehrstuhl für Physikalische Chemie der reaktiven Intermediate wurde die Arbeitsgruppe in ein JointLab überführt, in dem das IOM und die Universität Leipzig die Forschung gemeinsam weiterführen.